Pendler/innen nach Luxemburg

Der Stand am 31. März 2018

Aktuelle Situation

Die Zahl der Pendler/innen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft ins Großherzogtum Luxemburg beläuft sich zum 31. März 2018 auf rund 4.080 Personen (Arbeitnehmer). 90% dieser Personen sind im Süden Ostbelgiens wohnhaft, und dort hauptsächlich in den Gemeinden St.Vith, Burg-Reuland und Amel. Darüber hinaus werden noch 140 ostbelgische Selbständige in Luxemburg als Pendler verzeichnet, so dass insgesamt rund 4.220 Beschäftigte aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft nach Luxemburg pendeln. Seit 2015 werden übrigens nur noch gerundete Zahlen veröffentlicht.

Pendler nach Luxemburg 2018 nach Wohngemeinde

Gesamt Arbeitnehmer

 

Frauen

Männer

Total

Anteile

Amel

200

420

620

15%

Büllingen

100

260

360

9%

Burg-Reuland

380

550

930

23%

Bütgenbach

80

230

310

8%

St.Vith

540

930

1.470

36%

Kanton St.Vith

1.300

2.390

3.690

90%

Eupen

20

190

210

5%

Lontzen

10

50

60

1%

Kelmis

10

40

50

1%

Raeren

10

60

70

2%

Kanton Eupen

50

340

390

10%

Deutschsprachige Gemeinschaft

1.350

2.730

4.080

100%

Quelle: IGSS

 

Die meisten Pendler arbeiten im Baufach (28%) und Handel (25%), gefolgt vom Transportsektor, dem Gesundheits- und Sozialwesen und den freiberuflichen und technischen Dienstleistungen.  Im Vergleich zu 2010 haben der Transportsektor und das Gesundheits- und Sozialwesen an Bedeutung für die ostbelgischen Pendler gewonnen, während die relative Bedeutung des Baufachs ein wenig zurückgegangen ist (obwohl die absolute Zahl der Auspendler ins Baufach weiter gestiegen ist).  In der Tat ist mit Ausnahme der Industrie die Pendlerzahl in allen Sektoren seit 2010 gestiegen.

Pendler nach Luxemburg nach Sektoren

Quelle: IGSS

Die ostbelgischen Pendler sind noch relativ stark in den mittleren Altersgruppen (25-49 Jahre) konzentriert. Der Anteil Älterer (50+) ist aber mittlerweile auch hier auf 27% gestiegen, lag er 2003 noch nur bei 10%. Bei den in Belgien beschäftigten Arbeitnehmern aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft liegt der Anteil der 50plusser bei rund 33%.

Nur 33% der Pendler sind Frauen, verglichen mit einem Anteil von 48% Frauen in der hiesigen Betriebswelt.

Entwicklung

Insbesondere für den Süden Ostbelgiens ist der Pendlerstrom von immer stärkerer Bedeutung. Er verzeichnete Wachstumsraten von rund 9% jährlich zwischen 2000 und 2008. Hinzu kommt eine nicht bezifferte Zahl von Ostbelgiern, die sich im Großherzogtum niedergelassen haben. Seit der Wirtschaftskrise ab 2009 haben sich die Wachstumsraten allerdings verringert und liegen seitdem zwischen 2-4% jährlich.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ostbelgischen Pendler nach Luxemburg 2018 um 4% gestiegen (+170 Personen). Dieser Anstieg entfällt insbesondere auf die herstellende Industrie, den Handel und das Gesundheitswesen.

 

Quelle: IGSS