2. Stufe (3.-4. Jahr)

In Belgien besteht die Schulpflicht bis zum 18. Lebensjahr. Ab dem 15. Lebensjahr (meist nach dem 3. Sekundarschuljahr) besteht die Möglichkeit, zwischen Voll- und Teilzeitunterricht zu wählen.

Ausbildungsmöglichkeiten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens

Die Schüler können den Vollzeitunterricht aufgeben und ein Zentrum für Teilzeitunterricht besuchen oder eine anerkannte Ausbildung absolvieren, zum Beispiel die mittelständische Lehre.

Während des 3. und 4. Jahres des Sekundarschulunterrichtes durchlaufen die Schüler die Orientierungsstufe. Sie haben die Möglichkeit, sich für Haupt- und Ergänzungsfächer zu entscheiden.

Ab der Orientierungsstufe gibt es drei Unterrichtsformen:

  1. Der allgemeinbildende Unterricht

Der allgemeinbildende Unterricht ist darauf ausgelegt, dem Schüler eine gute Allgemeinbildung zu vermitteln und ihm dementsprechend möglichst viele Studienrichtungen offen zu halten.

Der Schüler kann durch die Wahlfächer (Handelstechniken, Sprachen, Naturwissenschaften) selbst entscheiden, in welche Richtung er sich orientieren möchte. Trotzdem stehen ihm nach dem Abitur noch alle Studienmöglichkeiten offen.

  1. Der technische Unterricht

Das Ziel des technischen Unterrichts ist entweder die Aufnahme eines Studiums oder der Berufseinstieg am Ende der Ausbildung. 

Das Hauptaugenmerk liegt neben den allgemeinbildenden Fächern auf dem gewerblich-technischen theoretischen Unterricht, wobei praktische Anwendungen vorgesehen sind. Der Zugang zum Studium an Universitäten und Hochschulen ist offen, allerdings leichter möglich im selben Fachbereich wie in der besuchten technischen  Abteilung. 

  1. Der berufsbildende Unterricht 

Das prioritäre Ziel des berufsbildenden Unterrichts ist der Einstieg in das Berufsleben, wobei das Studium u.a. an einer Hochschule mit kurzer Studiendauer nach Abschluss des 7. Ausbildungsjahres ebenfalls möglich ist.