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Kaum Veränderung der Arbeitslosigkeit in Ostbelgien zum Jahresende

Arbeitsmarkt-Info Dezember 2020

Ende Dezember 2020 waren in Ostbelgien 2.341 Vollarbeitslose gemeldet. Dies sind 13 Personen weniger als im November. Die Arbeitslosenrate beläuft sich auf 6,3%. Im Vergleich zum Vorjahr ist dahingegen weiterhin ein Anstieg zu verzeichnen.

[Pressemitteilung mit Übersichtstabelle im Downloadbereich]
 

Insgesamt waren nach Angaben des Arbeitsamtes Ende Dezember 1.206 Männer (+6 im Vergleich zu November) und 1.135 Frauen (-19) als Arbeit­suchende ohne Beschäftigung eingetragen. Dies entspricht einem Rückgang um 0,6%. Die Arbeitslosenrate Ende Dezember beträgt 6,3%. Im Norden Ostbelgiens liegt sie bei 8,6%, in den Eifelgemeinden bei nur 3,0%.

 

Nach dem saisonalen Anstieg im Sommer und dem darauf folgenden Rückgang im Herbst hat sich die Entwicklung erwartungsgemäß zum Winterbeginn wieder beruhigt. Auch in den anderen Regionen des Landes hat es im Dezember kaum Veränderungen im Vergleich zum Vormonat gegeben. Im Landesschnitt ist ein leichter Anstieg um 0,8% festzustellen. Insgesamt sind in Belgien Ende Dezember rund 470.200 unbeschäftigte Arbeitsuchende gemeldet. Die Arbeitslosenrate Belgiens bleibt bei 9,4%. In Wallonien beträgt sie 13,3%, in Flandern 6,2 und in Brüssel 17,1%.

 

Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl der Arbeitslosen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit +57 Personen nach wie vor über dem Vorjahresniveau, was einem Anstieg um 2,5% entspricht. Im ganzen Jahr 2020 lag die Arbeitslosigkeit in Ostbelgien durchgehend über dem Vorjahrestand. Der größte Unterschied lag im Mai vor (+14,5%). Im Dezember ist mit +2,5% die niedrigste Differenz zum Vorjahr zu verzeichnen. Im Jahresschnitt ist die Arbeitslosigkeit in Ostbelgien um 7% höher als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist sicherlich vor allem auf die Coronakrise zurück zu führen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass in diesen Zahlen die Kurzarbeitslosen nicht mitgezählt werden. Ohne diese beschäftigungspolitische Maßnahme wäre die Arbeitslosigkeit sicherlich bedeutend höher.

 

Auch in den anderen Regionen sind Ende Dezember mehr Arbeitsuchende gemeldet als im Vorjahr. Auf Landesebene beträgt der Unterschied etwa +4,3%. Die Auswirkung der Coronakrise kann man auch daran erkennen, dass die Arbeitslosenzahl in allen Regionen ab März über den Vorjahreswert gestiegen ist. In Ostbelgien lag diese Entwicklung zwar schon seit Anfang des Jahres  vor, aber im März hat es hier nochmals einen deutlichen Anstieg (von +2,7% im Februar auf +5,9%) gegeben. Insgesamt ist der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr größer bei den männlichen Arbeitsuchenden. Im Jahresschnitt ist ihre Anzahl um +8,4% gewachsen, während die der Frauen um +5,5% zugenommen hat. Prozentual ist der Anstieg mit +8,6% größer in den Eifelgemeinden als im Norden der Gemeinschaft (+6,6%). In absoluten Zahlen dahingegen sind mehr Arbeitslose im Norden hinzugekommen.

 

Auch bei Betrachtung der saisonbereinigten Zahlen zeigt sich deutlich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahr 2020.