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Das Vorstellungsgespräch - Wie bereitet man sich darauf vor?

Das Vorstellungsgespräch heißt auch Auswahlgespräch, Informationsgespräch oder Motivationsgespräch. Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist der erste Erfolg. Es bedeutet, dass der erste Kontakt einen guten Eindruck gemacht hat.

Dieses Gespräch ist kein Monolog – es ist ein Dialog.

Dieses Gespräch wird nicht improvisiert; es wird sowohl geistig als auch körperlich sorgfältig vorbereitet (entweder schriftlich, auf Band oder durch ein fiktives Gespräch).

Praktische Tipps für ein gelungenes Gespräch

1. Etappen der Vorbereitung

  • Ich informiere mich über den Betrieb (Internet, Presse, im Betrieb beschäftigte Personen,...).
  • Ich erkundige mich über die angebotene Stelle, über die Aufgaben, mit denen man mich beauftragen will, sowie über die wichtigsten Fähigkeiten, die man von mir erwartet: Rücksprache mit Personen halten, die bereits die gleiche Stelle haben.
  • Ich informiere mich im Vorfeld über die üblichen Löhne und Gehälter.
  • Ich bereite mich auf mögliche Fragen und eventuell auch "unangenehmere" Fragen vor und denke auch über eigene Fragen an den Interviewer nach.
  • Ich behalte den Stress im Griff (z.B. durch gezielte Atemübungen, Yoga, …).

2. Am Vortag des Gesprächs

  • Die Unterlagen vorbereiten (die Anzeige und das Bewerbungsschreiben nochmal durchlesen).
  • Die Strecke für die Anfahrt überprüfen.
  • Kopie der Diplome vorsehen.
  • Einen Schreibblock und Terminkalender mit sich führen. Vorteile: es zeugt von einem geordneten Vorgehen und dient als Gedächtnisstütze für ein mögliches zweites Gespräch.
  • Für genügend Schlaf sorgen.
  • Saubere Kleidung vorbereiten: So vermeide ich "Garderobenpanik" im letzten Moment. Mein Äußeres soll sowohl der Funktion als auch dem Unternehmen entsprechen.

3. Am Tag des Gesprächs

  • Morgens leicht frühstücken.
  • Genügend Zeit einräumen, um pünktlich zu erscheinen. Ideal ist es, wenn ich 5 Minuten vor dem vereinbarten Termin eintreffe (falls ich zu früh bin, ist es besser, mich in der Nähe zu erfrischen (kein Alkohol), als vor der Tür zu warten).
  • Die Telefonnummer des Arbeitgebers im Handy speichern oder das Einladungsschreiben dabei haben, falls doch etwas Unvorhergesehenes eintritt (Panne, Krankheit)

4. Mit welchen Fragen muss ich rechnen?

  • Warum bewerben Sie sich bei uns?
  • Was wissen Sie über unsere Firma, unsere Produkte, unsere Märkte, Kunden, Konkurrenten?
  • Welches sind Ihre persönlichen Ziele?
  • Welcher Aspekt interessiert Sie am wenigsten in der angebotenen Stelle?
  • Arbeiten Sie lieber allein oder im Team?
  • Was halten Sie von Gruppenarbeit?
  • Warum haben Sie die letzte Stelle aufgegeben?
  • Sprechen Sie über Ihre Berufserfahrung!
  • Waren Sie von Ihrer letzten Stelle enttäuscht?
  • Welches sind Ihre Qualitäten, Ihre Stärken, Ihre größten Schwächen?
  • Warum sind Sie arbeitslos geblieben und was haben Sie während dieser Zeit gemacht?
  • Sind Sie im Allgemeinen eher geduldig oder ungeduldig?
  • Erzählen Sie von sich!
  • Warum sollten wir gerade Sie und nicht jemand anderen einstellen?
  • Wie würden Sie sich kurz in 5 Worten beschreiben?
  • Welche Meinung hatte Ihr Arbeitgeber über Sie?
  • Warum haben Sie Ihr Studium abgebrochen?
  • Sprechen Sie über Ihren letzten Arbeitgeber!
  • Wie würden Sie in dieser bestimmten Situation reagieren?
  • Möchten Sie Kinder?
  • Wie wollen Sie Kinder und Beruf in Einklang bringen?
  • Mit welcher Art von Maschine haben Sie gearbeitet?
  • Welche Gehaltsansprüche haben Sie?
  • Möchten Sie noch Fragen stellen?

5. Fragen, die ich dem Interviewer stellen kann

  • Was beinhaltet die Stelle genau?
  • Welche Verantwortung ist genau mit dieser Funktion verbunden?
  • Ist eine Ausbildung vorgesehen? Welche?
  • Gibt es im Betrieb Aufstiegsmöglichkeiten?
  • Wie ist die weitere Entwicklung dieser Stelle vorgesehen?
  • Schaffen Sie hiermit eine neue Stelle?
  • In welche Infrastruktur werde ich integriert?

6. Der erste Eindruck zählt!

  • Ich bin pünktlich.
  • Ich schalte mein Handy aus.
  • Ich kaue keinen Kaugummi.
  • Ich rauche vorher nicht (der Geruch bleibt!)
  • Ich achte darauf, wie ich anklopfe und betrete den Raum selbstsicher.
  • Ich achte darauf, wie ich die Hand gebe (fester Händedruck).
  • Ich stelle mich vor.
  • Ich nehme erst Platz, wenn ich aufgefordert werde.
  • Ich nehme eine natürliche und freundliche Haltung ein.
  • Ich höre gut zu. Wenn ich etwas nicht verstehe, frage ich nach.
  • Ich unterbreche meinen Gesprächspartner nicht!
  • Ich halte Blickkontakt und lächele.
  • Ich bereite eigene Fragen vor.
  • Es vermeide es, auf die Uhr zu schauen.
  • Ich zeige einen ehrlichen und aufgeschlossenen Blick und halte Blickkontakt.

6. Wie gehe ich nach dem Gespräch vor?

  • Den Arbeitgeber zu gegebenem Zeitpunkt telefonisch kontaktieren, um das Resultat des Gesprächs zu erfragen.
  • Nach den Gründen fragen, warum man mich nicht ausgewählt hat.
  • Mich selbst aufgrund des Gesprächs analysieren: Was hat geklappt? Woran hat es gehapert?
  • Was kann ich verbessern?
  • Mich auf weitere Prüfungen oder Tests vorbereiten.
  • Weitere Schritte unternehmen, um eine Stelle zu finden.

 

Wie kleide ich mich für das Vorstellungsgespräch?

 

Hier einige praktische Tipps:

Das Allerwichtigste ist, dass das Bild, welches ich abgebe, sowohl meiner Person, der Funktion, als auch dem Unternehmen entspricht. Ich sollte dementsprechend versuchen, mich zu erkundigen, wie sich z.B. die Mitarbeiter dieser Firma kleiden. Schon beim ersten Anblick bildet sich der Einstellende eine Meinung über mich aufgrund meiner Aufmachung. Ich darf zwar originell sein, muss mich dann aber auch auf gewisse Konsequenzen einstellen (Ausnahme bilden Jobs in der Werbebranche und gewisse künstlerische Bereiche).

FAUSTREGEL: Sauberkeit ist oberstes Gebot.
Die Kleidung sollte sorgfältig gebügelt sein.

  • Die Kleidungsstücke und Accessoires müssen nicht unbedingt teuer sein, um einen guten Eindruck zu machen. Jedoch müssen sie auf jeden Fall sauber sein. Ich muss den Eindruck vermitteln, dass ich mich in der Kleidung, die ich trage, wohlfühle.
  • Falls ich beschließe, neue Kleidungsstücke zu kaufen, tue ich das nicht erst am Vortag. Ich könnte mit dem Sitz des neuen Kleidungsstückes noch nicht vertraut sein, wodurch mein Gesprächspartner dieses Unbehagen als fehlendes Vertrauen auslegen könnte.
  • Ich stelle meine Kleidung zusammen, indem ich auf die Abstimmung der Farbtöne, der Muster und Stoffe achte (= geschmackvoll gekleidet sein).
  • Jeans können zulässig sein, aber nur wenn sie neu und sauber sind. Eine sportliche Hose mit einer Jacke ist auch zulässig - hängt aber immer von der angestrebten Stelle ab.
  • Die Krawatte immer passend zur Kleidung wählen; eine allzu augenfällige oder originelle Krawatte sollte vermieden werden.
  • Socken passend zum Anzug wählen. Die Schuhe sollten blank geputzt sein.
  • Sauberer und frischer Haarschnitt, saubere Fingernägel. Für die Herren: Frisch rasieren.
  • Ohrringe, bzw. Piercings jeglicher Form und/oder Tätowierungen sind noch immer nicht bei allen Arbeitgebern gut angesehen und können bei dem Einstellenden einen negativen Eindruck hinterlassen. Dessen muss ich mir bewusst sein.
  • Mit Modeschmuck nicht übertreiben. Parfüm und Make-up eher mäßig auftragen.
  • Wenn ich bereit bin, hole ich mir die Zustimmung einer dritten Person über meine Kleidung ein.

 

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